1983 wurde Stephan Thoss an das Ballett der Staatsoper Dresden engagiert. 1989 wechselte er an die Komische Oper in Berlin und später an das Staatstheater Kassel. 1990 gewann er mit seiner Choreographie "Dx" den zweiten Hauptpreis beim Internationalen Wettbewerb für Choreographen Hannover. Kurz danach kehrte er als Solotänzer an die Staatsoper Dresden zurück, wo er in den folgenden Jahren verstärkt auch als Choreograph arbeitete.
Zu den Uraufführungen, die er dort herausbrachte gehören u.a. "Woge auf steinigem Grund" (1992 / Scarlatti/Bach), "Jahreszeiten" (1992 / Musik: Vivaldi), "Toteninsel" (1993 / Rachmaninow), "Romeo und Julia" (1994 / Prokofjew), "Auf Suche" (1994 / Coralli/ Bach), "Altera Pars" (1996 / Glass), "Teufel-Engel" (1996 / Reich) und "Schein" (1998/ Webern/Ravel).
1993 erhielt Thoss den Mary Wigman Preis der Stiftung zur Förderung der Semperoper für besondere choreographische Leistungen, ein Jahr später folgte die Medaglia Laurenziana in Florenz und 1997 der Kunstpreis der Stadt Dresden.
Thoss erste Choreographie "My way" zu Musik von Frank Sinatra und "Teufel-Engel" wurden vom ZDF aufgezeichnet und ausgestrahlt.
1994 choreographierte Stephan Thoss auf Einladung von Marcia Haydée für das Stuttgarter Ballett Strawinskys "Les Noces". Es folgten weitere Uraufführungen für das Stuttgarter Ballett, das Bayerische Staatsballett, das Hamburg Ballett und das Balletto di Toscana in Florenz.
Zahlreiche Tourneen führten ihn und die Thoss-TanzKompanie nicht nur an verschiedene Gastspielorte in Deutschland sondern auch nach Indonesien, Taiwan, Brasilien, Finnland, Thailand, Italien, die Schweiz und Frankreich.
1998 übernahm Stephan Thoss die Leitung des Balletts der Bühnen der Landeshauptstadt Kiel. Hier choreographierte er u.a. "Schlaraffenland ist abgebrannt" (1998), "Giselle M." (1999 / Adam), "Bolero" (1999 / Ravel), "bellulus" (1999), "Reich der Sinne - Vocis imago" (1999), "Intervalle" (2000 / Pärt/Bach), "solus" (2000) und Feuervogel (2001 / Strawinsky). Die Choreographie "Schlaraffenland ist abgebrannt" wurde 1999 mit dem Bayerischen Theaterpreis ausgezeichnet.
Seit Beginn der Spielzeit 2001 / 2002 ist Stephan Thoss Ballettdirektor der Staatsoper Hannover. Hier entstanden die Choreographien "obscurus" (2001 / Philip Glass), "Let's dance" (2002), "So nah und doch so fern" (2002) und "Heutung" (2002). 2003 erarbeitete er zu Musik von Simeon ten Holt die Choreographie "Der Tod und das Mädchen", in der er, gemeinsam mit Romy Liebig, auch als Tänzer zu erleben war. Sein Stück "Unter dem Hundsstern" wurde im Oktober 2003 uraufgeführt. Eine Trilogie russischer Stücke begann Stephan Thoss 2001 in Hannover mit der Produktion Nach Moskau zu Kompositionen von Dmitri Schostakowitsch.
2003 wurde diese Reihe mit "Incantations" zu Musik von Igor Strawinski, Alexandre Rabinovitch und Alexander Raskatov fortgesetzt. Den Abschluss bildete "Zwischen Mitternacht und Morgen: Schwanensee" zu Musik von Peter I. Tschaikowski, das am 31. Januar 2004 Premiere hatte. Als gemeinsame Choreographie mit den Ensemblemitgliedern Mauro de Candia, Felix Landerer, Yuki Mori und Thomas Wilhelm zeigte Thoss am 28. Mai 2004 das Ballett "Othello" nach der gleichnamigen Tragödie von William Shakespeare.
Am 21. Oktober 2004 wurde Stephan Thoss’ Ballettabend "Es war einmal..". zu Musik von Jacques Offenbach und Lepo Sumera uraufgeführt. Im Rahmen des Ballettabends "Carmen", den er gemeinsam mit Mats Ek gestaltete, zeigte Stephan Thoss am 16. Januar 2005 erstmals seine Choreographie "Carmen de Cante Jondo". Als abschließende Premiere der Spielzeit 05/06 war am 21. Mai der Ballettabend "Rachmaninoff" mit Choreographien von Stephan Thoss zu Musik von Sergej Rachmaninoff und Sergej Prokofieff zu sehen.
Am 28. Oktober 2005 zeigte Stephan Thoss im Rahmen des Ballettabends "in between" die Uraufführung seiner Stücke "...of a doubt" zu Musik von Gavin Bryars und "Thundering silence" zu Musik von Antonio Vivaldi
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